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fandom24/prompt#20

Titel: Farblos
Autor: callisto24
Fandom: 24
Charaktere: Audrey, Curtis
Genre: Drama, love
Thema: nach Season4
Word Count: 687
Rating: PG-13
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....


“Ich möchte nicht darüber nachdenken, ob es etwas zu bedeuten hat. Die Zukunft können wir nicht planen, glaub mir, ich habe es oft genug versucht.”

Sie sah zur Seite, betrachtete das ernste Profil des Mannes, der raschen Schrittes neben ihr ging. Curtis bemerkte ihren Blick und lächelte, ohne auf die Bemerkung einzugehen. Stattdessen ergriff er ihre Hand und richtete seine Konzentration auf das satte Grün der Bäume, deren im Sonnenlicht glitzernde Blätter sich in einem leichten Windhauch bewegten, funkelten und ein beruhigendes Rauschen erzeugten, das in dieser Jahreszeit ungewohnt und umso erfrischender wirkte. Der Himmel war azurblau, wolkenlos, und die idyllisch angelegte Grünanlage erweckte die Illusion sich irgendwo außerhalb der stickigen, grauen Großstadt aufzuhalten.
Audreys Finger erwiderten den sanften Druck und sie atmete befreit auf.

“Nicht zu glauben, dass hier so ein hübscher Ort versteckt ist,” sagte sie gedankenverloren.

“Nein..., manchmal muss man nur wissen wo man suchen soll.”

Seine Augen suchten die Ihren, und sie sah unsicher zu Boden.

“Es war so schön, letzte Nacht, wirklich Curtis, ich möchte das nicht verlieren.”

“Audrey... ,” er zögerte. “Es war wundervoll. Du bist wundervoll!”

Er hob ihre Hand zu seinen Lippen und küsste sie sanft. “Aber wir beide wissen, dass es niemals so einfach ist.”

“Du denkst doch nicht, dass... ,“ Audrey verstummte, hob den Kopf und sah ihn gerade an. Der Wind spielte in ihrem goldenen Haar, und ihre Augen spiegelten die Farbe des Himmels wieder. Sein Lächeln wurde breiter, in den dunklen Augen funkelte es amüsiert. Dennoch schwieg er, beobachtete wie Audrey begann sich zu winden.

“Ich meine, es ist doch völlig klar, dass... “

Curtis legte fragend den Kopf zur Seite.

“Was meinst du?” fragte er unschuldig.

Jetzt registrierte Audrey das Schelmische seines Gesichtsausdrucks.

“Du Idiot!” Scherzhaft begann sie mit ihren Fäusten auf seine breite Brust zu trommeln, wurde aber sofort wieder ernst.

“Ich weiß, das es komplizierter sein kann, als ich mir vielleicht vorstelle!”

“Das stimmt,” antwortete er. “In deiner Familie gibt es schließlich öffentlich bekennende Republikaner, nicht auszudenken wenn das herauskommen sollte... !”

“Du spinnst doch,” sie konnte ihr Grinsen nicht unterdrücken.

“Nein, hör zu!” Curtis wandte sich ihr zu, nahm ihr Gesicht in seine Hände. “Du bedeutest mir wirklich etwas. Schon länger, und das wird auch immer so bleiben. Aber wir kommen in mehr als einer Hinsicht aus verschiedenen Welten. Ich meine, ich bin Jack ähnlicher, als du vielleicht wahrhaben willst, und ich weiß, dass du seinen Tod noch lange nicht verwunden hast. Und du solltest dir damit auch Zeit lassen, wie du gesagt hast, können wir nicht erahnen was geschehen wird. Jeden einzelnen Tag kann alles auf den Kopf gestellt werden und für mich ist das in Ordnung, das ist mein Leben.”

Ihre Finger suchten die Seinen. “Auch für mich ist das in Ordnung, deshalb bin ich jetzt hier. Ich suche etwas Anderes in meinem Leben, etwas, das sich von meiner bisherigen Lebensweise unterscheidet... !”

“Aber du weißt noch nicht was es ist!”

Sie blickte ihn groß an und spürte Tränen in ihre Augen steigen. Er strich ihr eine Strähne aus der Stirn und nahm sie zärtlich in die Arme.

“Ich bin immer für dich da,” flüsterte er. “Immer, wenn du mich brauchst.”

“Aber ich brauche dich doch.” Sie barg ihr Gesicht an seiner Schulter.

“Dann bin ich hier! Ganz egal was die Leute sagen.!

Sie kicherte in seine Jacke hinein und umschlang seinen Hals.

“Hör auf mich zu ärgern!”

“Hey, wer hat damit angefangen!”

Noch einmal wurde er ernst.
“Es mag uns einfach vorkommen, aber das ist es nicht, nicht überall. Und wenn du dich umsiehst, wirst du das auch überall erkennen können. Die Vorurteile existieren auf jeder Seite, in jeder nur denkbaren und undenkbaren Facette. Und wir sind noch sehr weit davon entfernt unser Gegenüber mit dem Herzen wahrzunehmen, ohne vor allem anderem seiner Hautfarbe, seiner Kleidung oder seinem sozialen Stand Beachtung zu schenken . Vielleicht in einer fernen Zukunft... !”

“Vielleicht!” erwiderte sie und spürte wie seine starken Arme sie an sich zogen.
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