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24/prompt#41/#42

Prompt#41
Titel:Formen
Autor: callisto24
Fandom: 24
Charaktere: Chase, Angela
Genre: Drama
Thema: nach Season 4
Word Count: 453
Rating: PG - 13
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....
zwischen #40 und #42

“Komm Angela! Heute kommt Daddy wieder nach Hause.” Emsig packte Charlotte die zahllosen Sandförmchen, Schaufeln und Eimer zusammen, wobei sie sich fragte, ob es heute leichter sein würde, die Kleine vom Spielplatz zu locken, als es am Tag zuvor gewesen war. Nur mit der Aussicht auf ein Eis hatte Angela sich verlocken lassen, den allzu interessanten Vorgängen im Sandkasten Lebewohl zu sagen. Wieder einmal merkte Charlotte, dass es ihr erheblich schwieriger fiel so einen kleinen Menschen zu bändigen, als sie es aus ihrer Jugend in Erinnerung hatte. Vielleicht sollte sie doch bei Gelegenheit Kim anrufen, und um ein paar Tips bitten, immerhin hatte sie sich doch eine ganze Weile um das Mädchen gekümmert. Sie seufzte und ließ sich auf eine der nicht besetzten Bänke fallen. Rund um die Uhr auf Angela zu achten, war doch aufreibender, als sie geglaubt hatte, und zum ersten Mal war sie froh darüber, dass Chase sich nicht davon abbringen ließ, einen Kinderhort in der Nähe seines Büros zu suchen. So wie es aussah, würde er doch öfters unvermutet abwesend sein müssen, und dann wäre es doch schön trotz allem ein paar Stunden nur für sich zu haben, beziehungsweise für Stephen. Ihr Miteinander hatte an diesem Wochenende auch ziemlich gelitten, was allerdings weniger an Angela lag, wie sie sich eingestehen musste, sondern daran, dass auch er hatte arbeiten müssen. Und eigentlich hatte sie sich doch darauf gefreut, ein wenig zu dritt Familie spielen zu können. Sie zuckte mit den Schultern und klopfte den Sand aus einer der Formen. Es hatte eben nicht sein sollen. Und nun würde Chase in wenigen Stunden wieder hier sein, und sicher versuchen wollen, die Zeit mit seiner Tochter auszunutzen, bis er wieder aufbrechen musste. So war das eben, es ließ sich nicht ändern, und wie sie ihren Bruder kannte, würde er auch die Wohnungssuche nicht auf die lange Bank schieben wollen. Und dass, obwohl sie sich die beiden nur mit Mühe alleine vorstellen konnte. Chase hatte schon immer plötzlichen Impulsen und Eingebungen, ohne eine Sekunde zu zögern, nachgegeben. Rücksicht auf sich oder andere hatte er dabei nie genommen, und sie zweifelte ernsthaft daran, dass sich das wegen Angela ändern würde. Er war einfach noch zu jung für diese Art von Verantwortung, zu unbedacht, sie brauchte ja nur daran zu denken, was ihm in seiner kurzen Laufbahn als Agent schon alles widerfahren war. Sie schüttelte den Kopf. Nein, es war undenkbar, dass er alleine dieser Aufgabe gewachsen wäre. Stephen und sie würden ihm beistehen, ganz egal wie sehr ihn sein Stolz daran hindern wollte, die Hilfe anzunehmen.
Lächelnd warf sie die Form in den Eimer, und stand entschlossen auf.
“Komm Angela, das Wochenende ist vorbei, jetzt lass uns sehen, was die neue Woche für uns bereithält.”


Prompt#42
Titel: Dreieck
Autor: callisto24
Fandom: 24
Charaktere: Chloe
Genre: Drama
Thema: nach Season 4
Word Count: 535
Rating: PG - 13
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....
zwischen #41 und #43


Endlich Ruhe! Aufatmend lehnte Chloe sich gegen die Innenseite ihrer Wohnungstür. Als ob es nicht schlimm genug wäre, am Sonntag arbeiten zu müssen, da musste sie sich auch noch erst von Michelle und dann von Chase dumm anreden lassen. Als ob einer der beiden auch nur die leiseste Ahnung davon hatte, welchen Situationen sie Tag für Tag ausgesetzt war. Wütend schleuderte sie die Schuhe von ihren Füßen und ging auf Strümpfen in die Küche, um den Kühlschrank weit aufzureißen und sich mit der Stirn gegen die obere Kante zu lehnen. Die Kälte tat gut, ihr Atem verlangsamte sich langsam, ihr Ärger verschwand. Sie füllte Eiswürfel in ein Glas und zögerte mit der Entscheidung, was sie dazugeben sollte. Eigentlich trank sie selten Alkohol, sie hatte den Eindruck, dass er ihr nicht bekam. Und dann hasste sie das Gefühl, sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben, diesen Luxus konnte sie sich einfach nicht erlauben. Nachdenklich lutschte sie einen Eiswürfel, und angelte eine Flasche Gin, der eigentlich für Gäste gedacht war, aus dem Küchenschrank.
Natürlich war es nicht der Ärger über Chase oder Michelle, der ihr zu schaffen machte, sie machten sich im Grunde auch nur Sorgen, ebenso wie Tony oder wie sie selbst. Der Vorfall heute hatte ihr nur wieder vor Augen geführt, was sie eigentlich schon längst wusste, dass die Situation, so wie sie war, auf lange Sicht einfach keine Lösung darstellen konnte. Nachdenklich nestelte sie an dem Verschluss der Flasche herum, und hielt dann inne. Ihr war ja bereits mulmig gewesen, als Tony sie dazu gebracht hatte den Kontakt nach Mexiko herzustellen. Und so unverständlich es ihr auch gewesen war, dass Jack sich, nach seinem Gang durch die Hölle mit den Salazar Brüdern, ausgerechnet diesen Aufenthaltsort ausgesucht hatte, um so unverständlicher war ihr dann seine Entscheidung, wieder in die Staaten zurückzukehren. Sie wurde das dumme Gefühl nicht los, dass Tony etwas mit dieser Entscheidung zu tun hatte, auch wenn sie sich nicht erklären konnte, was genau da zwischen den beiden vorging. Es musste etwas sein, zu dem sie keinen Zugang hatte, und das wurmte sie. Das wurmte sie ungeheuer. Sie hasste es, irgendwo außen vor gelassen zu werden, und sie hasste es, dass Tony ihre Fähigkeiten benutzte, aber ihr eine direkte Einflussnahme verweigerte. Doch wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dann wusste sie, tief in ihrem Inneren, worin die Ursache für ihre Unzufriedenheit lag. Sie machte sich Sorgen, sie machte sich wirklich ernsthafte Sorgen, mehr Sorgen, als man sich normalerweise um einen Arbeitskollegen, selbst um einen Arbeitskollegen, mit dem man befreundet war, machen sollte. Das Blut stieg ihr ins Gesicht, und sie griff hastig nach einem weiteren Eiswürfel.
Diese Gedanken führten doch zu nichts, sie sollte sich lieber ablenken, vielleicht nachsehen, ob der Kollege aus England ihr schon die versprochenen Updates zugeschickt hatte. Mit geübten Handbewegungen öffnete sie ihr Notebook und erstarrte. In der linken oberen Ecke blinkte das kleine rote Warndreieck, das ihr anzeigte, dass jemand Zugriff auf ihr System gesucht hatte. Unmöglich, dass es gelungen sein konnte ihre Daten zu entschlüsseln, aber sie wusste nur zu gut, dass es für jede von Menschen erfundene Sicherheitssoftware auch einen Schlüssel gab. Nur war in der Regel sie diejenige, die den Schlüssel fand, und die Tür öffnete.
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